Oberleitungsbus 2.0 (Trolley-Bus 2.0)

Ende 2014 startet die Stadt Arnhem das Projekt “Oberleitungsbus 2.0”. Ein Pilotprojekt, bei dem Oberleitungsbusse (auch Trolley-Busse genannt) teilweise ohne Oberleitung mit Hilfe von Akkupaketen fahren, die zwischendurch aufgeladen werden. Das Aufladen erfolgt durch Abnahme von Strom aus den bestehenden Oberleitungen. Vor 2017 müssen mindestens 2 und wenn möglich 12 Busse im Fahrplan der Stadt Arnhem teilweise ohne Oberleitung fahren können. Die neuen Oberleitungsbusse sollen teilweise unter der Oberleitung fahren und danach eine Strecke außerhalb der Oberleitungen fahren, und sich anschließend wieder an der Oberleitung aufladen.

Völlstandig elektrische Konzession

Zunächst werden 18 Meter lange Gelenkbusse als solche Oberleitungsbusse eingesetzt. Es wird angestrebt, später auch 24 Meter lange Doppelgelenkbusse als Oberleitungsbusse einzusetzen. Das letztendliche Ziel ist es, eine vollständig elektrische Konzession für Busse in Arnhem einzuführen. Die Stadt Arnhem hat mit ihrem Netzwerk von 60 Kilometern – das in 1949 erstmalig eingeführt wurde – das größte Oberleitungsbus-Netzwerk in Nordwest-Europa.

Vorteile vom Oberleitungsbus 2.0

  • Kein Ausstoß von luftverschmutzenden Stoffen
  • Klimaneutral
  • Leise
  • Zuverlässig, komfortabel und ausreichende Kapazitäten
  • Flexibel, da Busse auch außerhalb des Leitungsnetzwerks fahren können.
  • Bezahlbar

Vorhandene Infrastruktur

Städte, die schon eine Infrastruktur für Straßenbahnen haben, können die unterirdische Infrastruktur relativ einfach anpassen, um einen teilweise ohne Oberleitungen fahrenden Oberleitungsbus fahren zu lassen. Die größten Kosten entstehen nämlich beim Bau einer unterirdischen Infrastruktur. Der Oberleitungsbus ist flexibler und um das Zehnfache günstiger als der Bau eines Straßenbahnnetzwerkes.

Internationales Interesse

Verschiedene Städte im In- und Ausland interessieren sich für die neue Technik. Im Januar 2014 fand ein internationaler Oberleitungsbus-Kongress in Arnhem statt, den viele Interessierte aus westeuropäischen Ländern besuchten. Die Stadt Arnhem machte sich zusammen mit Partnern aus anderen Ländern für ein gemeinsames Projekt stark, um den „Oberleitungsbus 2.0“ einzuführen.

Kontakt

E-Mail an: info@groenehub.nl